Reinräume für die optische Industrie
In vielen industriellen Branchen, wie der optischen Industrie entscheiden hochpräzise Fertigungsprozesse über Qualität und Funktion sensibler Produkte. Schon kleinste Partikel oder Temperaturschwankungen können Linsen, Prismen, Beschichtungen und Bauteile beeinträchtigen.
Mit unserem modularen Reinraum CleanCell4.0 erreichen Sie Reinraumklassen bis ISO 5 und schaffen eine partikelfreie Umgebung mit exakt gesteuerter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das Raum-in-Raum-System lässt sich flexibel in bestehende Produktionshallen integrieren und jederzeit erweitern.
Für weniger kritische Anwendungen bieten unsere Reinraumzelte CleanFlowCell und unsere Sauberräume CleanEasyCell eine wirtschaftliche Alternative: schnell installiert, flexibel anpassbar und dennoch zuverlässig im Partikelschutz.
Ob bei der Herstellung hochpräziser Bauteile, optischer Komponenten oder empfindlichen Oberflächen – mit einer kontrollierten Reinraumumgebung sichern Sie stabile Prozesse, höchste Produktqualität und maximale Wirtschaftlichkeit.
Anwendungen – Im Überblick
KAmeras und Objektive
LAserherstellung
Sensorik und Aktorik
Gläser- und Linsenherstellung
Beschichtung von Gläsern
Montage optischer Komponenten
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Unsere Optik-Reinräume in der Praxis
Unsere Reinraumlösungen
Reinraumzelte
Sauberräume
arbeitsplätze
Aufbau eines Reinraums.
Wir haben den Aufbau eines Reinraumsystems mit Zeitraffer und Drohne begleitet. Sehen Sie in 2,5 Minuten, wie eine über 500 m² große Reinraumanlage in einzelnen Elementen angeliefert und inklusive Klimatisierung aufgebaut wird. In diesem Beispiel wurde der Reinraum mit 16 Meter langen Fachwerken geplant, so dass über die gesamte Länge eine freitragende Fläche entsteht.
FAQ
Reinraumtechnik
Was ist Reinraumtechnik?
Unter dem Begriff Reinraumtechnik werden alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zusammengefasst, die dazu dienen, die Anzahl der in den Reinraum eingebrachten bzw. dort entstehenden Partikel zu kontrollieren. Dazu gehört das eigentliche Reinraumsystem mit Filter- und Umluftanlagen, aber auch die strukturierte Einbringung von Material und Personal, die Festlegung der verwendeten Materialien, die Reinigung des Reinraums, das Monitoring und vieles mehr. Reinraumtechnik umfasst also ein weitaus größeres Spektrum als nur den Reinraum selbst. Durch den Einsatz und die Abstimmung der verschiedenen Elemente der Reinraumtechnik wird ein definierter Qualitäts- und Sicherheitsstandard gewährleistet. Die Eliminierung des schädigenden Einflusses von Partikeln und Mikroorganismen sorgt für eine deutlich höhere Qualität und Sicherheit.
Der Einsatz von Reinraumtechnik wird daher immer mehr zum Schlüssel für Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Produkten mit hohen Qualitätsanforderungen. Ohne kontrollierte Produktionsabläufe unter Reinraumbedingungen können heute viele sensible Produkte nicht mehr hergestellt werden, wie z.B. in der Halbleiterindustrie, der Mikrotechnik oder der Medizintechnik, wo schon kleinste Partikelablagerungen das Endprodukt unbrauchbar machen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reinraumtechnik ist die Reduzierung von Keimen und Mikroorganismen, die bei der Herstellung von Medikamenten und pharmazeutischen Produkten zwingend erforderlich ist, aber auch in der Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung führt.
Was ist eine Reinraumklasse nach ISO?
Beim Thema Reinraum gibt es verschiedene Abstufungen, welche die Partikel-Reinheit definieren. Diese Abstufungen werden in Reinraumklassen nach ISO-Norm mit den Zahlen eins bis neun angegeben. Dabei beschreibt die niedrigste Reinraumklasse ISO 1 den reinsten Raum und die Reinraumklasse ISO 9 nähert sich den Werten von natürlicher Luft in einem Raum.
Wer also den saubersten aller Reinräume erreichen möchte, benötigt eine ISO 1-Klassifizierung. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier Reinraumklassen Tabelle als PDF.
Was ist eine Reinraumklasse nach GMP?
GMP („Good-Manufacturing-Practice“) ist ein englischer Begriff, der ursprünglich aus der Herstellung von Arzneimitteln und Wirkstoffen stammt. Die „gute Herstellungspraxis“ beschreibt dabei bestimmte Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung in der pharmazeutischen Industrie.
Die Reinraumklassen nach GMP lehnen sich in der Höhe der Partikelkonzentration an die ISO-Normen an, weisen jedoch noch zusätzliche Grenzwerte für schädliche Mikroorganismen aus. Reinraumklassen nach GMP werden im Gegensatz zur ISO-Norm mit den Buchstaben A bis D gekennzeichnet.
Dabei beschreibt Reinraumklasse A die höchste Reinheitsstufe und Reinraumklasse D die niedrigste Reinheitsstufe mit der größten maximal zulässigen Partikelkonzentration. Um von der niedrigsten zur höchsten Reinraumklasse nach GMP zu gelangen, müssen die dazwischenliegenden Reinraumklassen C und B ebenfalls durchlaufen werden. Eine Übersicht der erlaubten Partikelzahlen finden Sie in dieser hier.
Was ist eine Reinraumklassen-Tabelle?
Eine Reinraumklassen-Tabelle ist ein internationaler Standard, um Reinräume gemäß ISO 14644-1 und GMP zu klassifizieren. Die Internationale Organisation für Normung – kurz ISO – ist eine unabhängige Organisation, die sich der Festlegung internationaler Standards für Verfahren widmet. Hier sind die international zugelassene Partikelgrößen für die unterschiedlichen ISO-Reinraumklassen bzw. Reinraumklassen nach GMP aufgeführt.
Wer also den saubersten aller Reinräume erreichen möchte, benötigt eine Reinraumklassifizierung nach ISO 1. Um dies zu erreichen, müssen Proben nachgewiesen werden, die 10 oder weniger Partikel mit einer Größe von 0,1 Mikrometern pro Kubikmeter aufweisen. Von da an lässt die Skala mehr und größere Partikel zu. Bei der Reinraumklasse nach ISO 5, die beispielsweise den sehr strengen Anforderungen bei der Mikrochip-Herstellung entspricht, dürfen bis 100.000 Partikel von 0,1 Mikrometern gemessen werden. Partikel von 1,0 Mikrometern dürfen die Anzahl 823 nicht überschreiten. Die Reinraumklasse ISO 9 ist die „schlechteste“ Reinraumklasse und gilt als normale Raumluft. In diesen Räumen werden die Partikelgrößen von 0,1 Mikrometern nicht mehr betrachtet. Erlaubt werden hier 8.320.000 oder weniger Partikel mit 1 Mikrometer und 293.000 oder weniger Partikel mit 5 Mikrometer.