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Wie viel Reinraum muss sein?

Die wichtigste Frage bei der Planung eines neuen Reinraumprojektes

Jeder Quadratmeter Reinraum verursacht nicht nur im Aufbau, sondern vor allem im laufenden Betrieb hohe Ausgaben. Die Festlegung einer größeren Fläche oder einer höheren Reinraumklasse bedeutet am Ende mehr Filteranlagen, mehr “Luft“, mehr Kosten.

Meine ersten Fragen an die Kunden daher meistens:

  1. Sind Sie sicher, dass Sie diese Reinraumklasse brauchen?
  2. Sind Sie sicher, dass Sie diese Reinraumgröße brauchen?
  3. Sind Sie sicher, dass Sie eine Klimatisierung insbesondere eine Feuchteregelung brauchen?

Mal ganz abgesehen vom Invest, spielen die Energiekosten bei Frage 3 eine erhebliche Rolle. Deshalb setzen wir explizit auf energieeffiziente Lösungen … aber das nur am Rande.

Erst wenn wir den Prozess verstehen, können wir dem Kunden helfen, keine unnötigen Kosten für die Reinraumtechnik zu verursachen und nicht mit „Kanonen auf Spatzen“ zu schießen. Das Ziel ist der maximale Kundennutzen, nicht der maximale Umsatz.

Nun, was heißt das konkret?

Nicht immer muss es ein festinstallierter Reinraum sein, sondern eine Einhausung oder ein Reinraumzelt ist für manuelle Tätigkeiten oft völlig ausreichend – zum Beispiel in Kombination mit einem Tischgerät (Laminarflowbank).

Für eine saubere Produktion reicht vielleicht sogar ein Sauberraum oder eine Kombination mit Laminarflowbänken aus. Auch damit kann die Reinheitsklasse der kontrollierten Umgebung partiell sehr gut erreichen, ohne gleich einen ganzen Reinraum zu bauen.

Bei maschinellen Prozessen können Maschinen auch außerhalb des Reinraums installiert und gekapselt werden. Hier arbeitet man dann mit Wanddurchbrüchen oder Förderbändern in den Reinraum. Es gibt gerade hier viele Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren, ohne auf die Sicherheit zu verzichten.

Wieviel Reinraum muss es also sein? - So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

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